Regionen haben das Nachsehen
Als Folge der Kürzung der Bundesbeiträge an die Jugend und Sport (J+S) Kursadministration wurde dem Abteilungsleiter J+S gekündigt. In einem Zeitungsartikel vom 11. September versicherte der zuständige Regierungsrat, dass es bei der J+S Leiterausbildung keinen Abbau geben dürfe.
In der Interpellations-Antwort vom 5. Oktober schreibt die Regierung: dass keine J+S Kurse entfallen auch gebe es keinerlei Schmälerung in der Ausbildung des Kurskaders. Die Realität sieht nun leider anders aus. Trotz dieser Zusagen wurden nun verschiedene J+S Kurse (Kaderbildung) annulliert. So wird z. B. der Leiterkurs Handball ein eigentlicher Renner (in den vergangenen 2 Jahren hätte dieser zwei- bis dreifach geführt werden können), nicht mehr vom J+S Amt St.Gallen organisiert, d. h. diese Kurse finden nicht mehr in Widnau statt, sondern werden von einem anderen Kanton übernommen. Die Fortbildungskurse Skifahren und Snowboard, ein Leiterkurs (in den Frühjahrsferien) sowie der Zentralkurs für die Skiexperten erleiden dasselbe Schicksal, dies obwohl sie in den vergangenen zehn Jahren mit Erfolg in unserem Kanton durchgeführt wurden. Die Reservationen in Wildhaus und in den Flumserbergen wurden annulliert.
Ich bitte die Regierung um die Beantwortung folgender Fragen:
| • | | Wie gewichtet die Regierung den volkswirtschaftlichen Nutzen, welche die J+S Kurse den Regionen in unserem Kanton bringen? |
| • | Welchen Stellenwert haben die J+S Kurse (Kaderbildung) für unseren Kanton? | |
| • | Nimmt es die Regierung bewusst in Kauf, dass mit der Verlagerung der Kursorganisation das gute Image und die Einflussnahme unseres Kantons im Bereich J+S Kurse (Kaderbildung) beeinträchtigt werden? | |
| • | Wie wird sicher gestellt, dass die St.Galler Kursteilnehmenden auch wirklich Platz in ausserkantonalen Kursen erhalten? | |
| • | Wer übernimmt die höheren Kosten für die längeren Reisedistanzen? |


