Ich will der Basisstufe (Kindergarten und erste Klasse vereint) zum Durchbruch verhelfen Gründe warum eine Basisstufe wichtig wäre:
- Grosse Heterogenität der Klassen in bezug auf Kenntnisse und Voraussetzungen für das Lernen
- Zunehmend mehr Sonderlösungen notwendig beim Übertritt vom Kindergarten in die Schule
- Künstliche Grenze zwischen Spielen und schulischem Lernen
- ca. 1/4 der Kinder wird im Erwerb der Kulturtechniken zu spät unterstützt
- Nachweis positiver Effekte einer frühen pädagogischen Förderung und Begleitung auf den späteren Schulerfolg
- Das gesellschaftliche Bedürfnis nach erweiterten, regelmässigen Unterrichtszeiten wird abgedeckt Verlängerung der obligatorischen Schulzeit um ein Jahr
Vorteile der Basisstufe:
- die lernstandsorientierte Binnendifferenzierung wird dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder besser gerecht
- Zwei Lehrpersonen beobachten die Kinder, so entsteht ein umfassenderes Bild, die Unterstützung kann gezielt erfolgen
- Durch die zeitweise Anwesenheit von zwei Lehrpersonen entsteht mehr persönliche Betreuungszeit pro Kind
- es bleibt den Kindern Zeit zum Verweilen und Vertiefen
- das Kind kann mit dem Erwerb der Kulturtechniken beginnen, wenn es entwicklungsmässig dazu bereit und daran interessiert ist
- das ganzheitlich Lernen ist gewährleistet
- die Altersheterogenität der Klassen bedeutet eine Chance für das Lernen der Kinder voneinander, jedes ist einmal bei den Kleinsten, steigt dann aber kontinuierlich zu den "Könnern" auf (Erfolgserlebnis)
- es bleibt genügend Zeit für das freie und begleitete Spiel bis zum Ende der Basisstufe (Sozialkontakte)
- jedes Kind findet Kameraden, seien sie älter oder jünger, aber eben seinem Entwicklungsstand entsprechend
Infrastruktur:
- Eine Basisstufenklasse kann in einem Kindergartenraum oder einem Schulzimmer geführt werden. Es sollte, wenn möglich ein zweiter, kleinerer Nebenraum, der akustisch abgetrennt ist, zur Verfügung stehen. Eine Aussenspielanlage ist ebenfalls sehr erwünscht. (Aus dem Kanton Zürich liegt eine interessante Broschüre vor, wo für vier Gemeinden ein konkretes Raumkonzept unter Einbezug der bisherigen Unterrichtsräume gemacht wurde.
Begleitung der Versuchsgemeinden:
- In jeder Gemeinde soll eine Projektgruppe aus einem Behördemitglied, der Schulleitung, einem Behördemitglied, den beteiligten Lehrpersonen und einer Lehrperson der Nachbarstufe gebildet werden
- Aus den Versuchsgemeinden wird ein Netzwerk gebildet zum Austausch von Informationen und Erfahrungen und zur Weiterbildung
- Jede Projektschule wird von einem Mitglied der Projektleitung begleitet = Teilnahme an Sitzungen, Beratung in Fragen der Organisation und Entwicklung


